Hochsensibel auf Jobsuche - Frau mit Fernglas in Hügellandschaft
Foto: Pawel Janiak auf Unsplash

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie „Hochsensibel auf Jobsuche“.

Hier geht’s zu Teil 1 Vision und Ziel – Wie du mehr Klarheit bekommst, wo du hinwillst.

Hier geht’s zu Teil 2 Ein passendes Arbeitsumfeld ist wichtiger als deine Stellenbezeichnung und wie du es definierst

Rückschau „Hochsensibel auf Jobsuche Teil 1 und 2“:

In Teil 1 haben wir ein Vision Board erstellt: Entweder eines für alle Lebensbereiche, die dir in den Sinn kamen, oder ein weiteres zu deinen Wünschen für deine berufliche Situation. Wir haben einen ersten Wurf für dein Ziel, deinen nächsten beruflichen Schritt formuliert.

In Teil 2 haben wir das formulierte Ziel verfeinert mit mehr Klarheit über:

  • das, was dich motiviert (deine inneren Motivationsquellen)
  • deine wichtigsten Werte
  • weitere Rahmenbedingungen, die für deine berufliche Situation aktuell relevant sind

Ziel für „Hochsensibel auf Jobsuche Teil 3“:

In Teil 3 arbeiten wir an mehr Klarheit über deine mentalen Stärken und Barrieren:

  • Deine mentalen Verbündeten: Was bringt dich mental vorwärts bei deiner Jobsuche?
  • Deine mentalen Gegenspieler: Was hält dich auf dem Weg zu deinem Ziel zurück? Welche mentalen Barrieren, Ängste…. gilt es zu überwinden?

Klarheit über deine mentalen Stärken hilft dir zu sehen, worauf du dich verlassen kannst, was dich über potenzielle Hindernisse hinwegbringt.

Klarheit über deine mentalen Barrieren hilft dir zu verstehen, was dich zurückhält, woran es zu arbeiten gilt, damit es dich nicht kalt erwischt. Übrigens: In diesen vermeintlichen Gegenspielern liegt ein enormes Potenzial für dein persönliches Wachstum.

Warum ist Klarheit über mentale Verbündete und Gegenspieler wichtig?

Wenn du dein nächstes Ziel formuliert hast und dein Wunsch-Arbeitsumfeld dir klarer ist, kann es doch losgehen mit dem Bewerben, oder? Fast. Du kannst ein Bild vor dir haben, wo du hinmöchtest und unbewusst trotzdem verhindern, dass du diesen nächsten beruflichen Schritt erreichst.

Unbewusste Ängste, Glaubenssätze, Blockaden können verhindern, dass du dich wirklich frei und leicht in Bewegung setzen kannst: Du hast Zweifel, zu deinen Fähigkeiten zu stehen, bekommst kalte Füße, wenn du an einen Anruf für eine Initiativbewerbung denkst… Oder du denkst insgeheim: Das kann nicht funktionieren, ist doch immer ein Reinfall geworden letztlich…

Auf der anderen Seite hast du starke Verbündete in deiner Bewerbungsphase in Form von Fähigkeiten, die du dir nur bewusst zu machen brauchst. Sie sind da und oft übersehen wir sie, weil sie ja so selbstverständlich sind. Du kannst dir schnell strukturiert Wissen aneignen? Hast auch mal für ein Ziel gekämpft, das schwieriger zu erreichen war, bist gewissenhaft… oftmals sehen unsere Familie, Freunde diese so selbstverständlichen Eigenschaften an uns besser als wir selbst.

Diese beiden Seiten, was dich vorwärtsbringt und zurückhält bei der Jobsuche an sich, schauen wir uns in diesem Beitrag an.

Deine mentalen Verbündeten

Als erstes schauen wir uns deine „mentalen Verbündeten“ an: Was bringt dich vorwärts, was stärkt dich, worauf kannst du bauen? Hier sind weniger deine fachlichen Qualifikationen gefragt, sondern mehr deine „weichen“ Fähigkeiten.

Das kann z. B. sein: Zielstrebig sein, diszipliniert an etwas arbeiten, Dinge ausprobieren und schnell aus Fehlern lernen, niemals aufgeben, dir Wissen strukturiert aneignen können, dir Hilfe holen, wenn du allein nicht mehr weiter kommst…

Nimm‘ dir ein Blatt Papier und schreibe auf, was dir einfällt.

Wenn du statt einer herkömmlichen Liste lieber visuell arbeitest, hat mir folgendes Bild geholfen: Ein Segelboot, das auf deine Insel, dein gewähltes Ziel zusteuert. Was gibt dem Boot Wind in den Segeln? Was treibt es vorwärts?

Hier ein Beispiel, wie es aussehen kann (natürlich ergänzt um „deinen Wind in deinen Segeln“ ;-)):

Hochsensibel-auf-Jobsuche-Segelboot-1
Foto: eigene Darstellung

Deine mentalen Gegenspieler

Nachdem wir uns den „Wind in deinen Segeln“ angeschaut haben, kommen wir zu dem, was dich von deinen Zielen abhält. Welche Ängste, Zweifel, Barrieren erkennst du? Was hält dich davon zurück, deine Insel, also deinen nächsten beruflichen Schritt zu erreichen?

Das kann z. B. sein: Angst, sich sichtbar zu machen, Anrufe in einem Unternehmen zu tätigen, das du spannend findest, Selbstzweifel, Angst vor finanziellen Einbußen…

Am Beispiel des Bildes mit dem Segelboot ist das das, was dein Boot wie ein Anker festhält, sodass es nicht vom Fleck kommt.

Hier am Beispiel des Segelboots, wie es aussehen kann (natürlich ergänzt um „deinen Wind in deinen Segeln“ und das, was dich zurückhält:

Hochsensibel-auf-Jobsuche-Segelboot-2
Foto: eigene Darstellung

Reflexion und Fazit

Ganz wichtig für dich: Mehr Klarheit über deine mentalen Barrieren sollte nichts sein, was dich zusätzlich beschwert. Mehr Klarheit darüber soll dir helfen, gezielt auf dich zu achten in deiner Bewerbungsphase. Wir alle haben Ängste, Zweifel, Blockaden.

Ausnahmslos jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen. Wo auch immer du stehst ist richtig und okay. Das versuche ich mir auch immer wieder zu sagen, wenn ich zu viel von mir verlange. Kleine Schritte in die richtige Richtung sind genau richtig.

Mehr verständnisvolle und sanfte Klarheit über das, was dich zurückhält, hilft dir heraus zu finden, wo du ggf. nochmals ansetzen darfst. Vielleicht mit professioneller Unterstützung, durch persönliche Reflexion oder mit der Hilfe von Menschen, denen du vertraust.

Deine mentalen Verbündeten gilt es, dir immer wieder bewusst zu machen.

Du hast Gaben und Stärken, auf die du bauen kannst in egal welcher Situation. Mache dir dies immer wieder bewusst. Sieh‘ dich mit den Augen einer sehr guten Freundin | eines sehr guten Freundes, der|die nur das Beste für dich möchte.

Richte immer wieder deinen Fokus auf all das, was in dir da ist, um deine Bewerbungsphase und deinen nächsten beruflichen Schritt zu meistern. Wir vergessen leider allzu oft, was wir bereits mitbringen. Und durch die Verschiebung unseres Fokus landen wir immer wieder in einem Mangel-Denken. Richte dich an einem zielgerichteten, aber achtsamen Wachstum aus.

Hochsensibel auf Jobsuche: Wie geht es weiter?

In Teil 4 wird es konkret. Wir schauen uns Bewerbungsstrategien und Tipps an, die dich ins rechte Licht rücken, ohne dass du das Gefühl haben musst, dich zu „verkaufen“. Auch auf eine ruhige, gelassene Art kannst du bei Bewerbungen punkten.

Konntest du etwas mehr Klarheit darüber gewinnen, was dich vorwärtsbringt und was dich zurückhält? Schreib‘ mir gerne dein Feedback in den Kommentaren!

Weiterführende Links „Hochsensibel auf Jobsuche Teil 3“

Liebe Grüße
Constanze